Unzufriedenheit der Bevölkerung wird zu erneuten Protesten führen
Iran – Am heutigen 11. Februar jährt sich zum 41. Mal der Beginn systematischer Unterdrückung von Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit durch eine theokratische und totalitäre Führung, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Dieser Tag ist ein Tag der Trauer für die Angehörigen der zahlreichen Opfer der islamistischen Machthaber um den Revolutionsführer Khamenei und seine Revolutionsgarden. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der islamistischen Herrschaft wird zu neuen Protesten führen, so die IGFM.

Diskriminierungen aus religiösen und sexuellen Gründen, Verfolgung und willkürliche Verhaftungen sind seit 41 Jahren im Iran an der Tagesordnung. Gewerkschafter, Demokratieaktivisten, Frauenrechtler, Homosexuelle und Angehörige religiöser Minderheiten werden schikaniert, überwacht, eingesperrt und sogar hingerichtet. Besonders stark sind Frauen von der Diskriminierung betroffen, denn sie sind im Iran auch im 21. Jahrhundert noch Menschen zweiter Klasse. Sie werden nicht nur zu Unrecht eingesperrt, sondern auch systematisch von ihren Kindern ferngehalten.

Zeichen der Angst: 33 Jahre Gefängnis für Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh
Besonders gefürchtet von der theokratischen Führung sind gebildete Frauen, die sich gegen das Regime auflehnen, sich für Veränderungen einsetzen und frei ihre Meinung äußern. Berühmtestes Beispiel ist die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh, die sich für Frauenrechte und gegen den Kopftuchzwang in ihrer Heimat aussprach. Die zweifache Mutter ist Kuratoriumsmitglied der IGFM und wurde 2012 vom Europäischen Parlament mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet. Seit 2018 sitzt sie eine Haftstrafe von 33 Jahren und 148 Peitschenhieben im berüchtigten Evin-Gefängnis ab. Ihre Haft zeugt von der Angst, die Khamenei und sein Unterdrückungsapparat vor Menschen haben, die ihre Freiheitsrechte in Anspruch nehmen, so die IGFM.