Heute vor zwei Jahren wurde Leah Sharibu entführt
Nigeria - Genau zwei Jahre ist es her, dass die damals 14-jährige Leah Sharibu von Boko Haram entführt wurde. Laut dem Bericht einer kürzlich freigelassenen Geisel ist sie noch am Leben und bei guter Gesundheit. Während ihr ungewisses Schicksal Menschen in aller Welt bewegt, kämpft ihre Familie täglich darum, die Hoffnung nicht zu verlieren. Das große Medieninteresse belastet sie zusätzlich. Deshalb befragte Open Doors Pastor Gideon Para-Mallam, der als Freund und Seelsorger eng an der Seite der Familie steht. Er kommentiert aktuelle Meldungen zu Leah und schildert, wie es der Familie derzeit geht. Hier sind einige Ausschnitte.


Leahs Mutter, Rebecca Sharibu, mit Pastor Gideon Para-Mallam (Quelle: World Watch Monitor)

USA – In den USA weigern sich mehrere Städte illegale Zuwanderer abzuschieben oder zu samktionieren. Diese Städte nennen sich „Sanctuary Cities“. Jetzt könnte diese Praxis aber teuer werden, Weigern sich die Städte einzelne Zuwanderer zurückzuschicken so können sie in Haft genommen werden, für Schäden, die sie verursachen.  So sieht es ein neuer Gesetzesentwurf an.  Wer also beispielsweise Opfer einer Körperverletzung wird,  kann dann die Stadt auf Schmerzengeld verklagen.  Bei den in den USA üblichen Millionenklagen könnte dies höchst teuer werden

Iran/ Frankfurt - An diesem Freitag, dem 21. Februar, finden Parlamentswahlen im Iran statt. Der Wächterrat hat bereits dafür gesorgt, dass nur dem Regime zugewandte Kandidaten zur Wahl stehen. Wir möchten dies zum Anlass nehmen die Öffentlichkeit über die katastrophale Menschenrechtssituation im Iran zu informieren. Ebenso möchten wir auf das Schicksal der Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh aufmerksam machen, die seit 2018 gefangen gehalten wird und die mit einer Strafe von 33 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben belegt wurde.

Fehlinformation und geschönte Fallzahlen beim Coronavirus
China – In China steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter an. Momentan sind in Festlandchina nach offiziellen Angaben 68.500 Menschen infiziert und 1.665 gestorben. Ob die Zahlen in Wahrheit nicht viel höher sind, gilt als fraglich. Denn schon als das neuartige Virus Mitte Januar erstmals international Schlagzeilen machte, mutmaßten einige Medien, dass die chinesischen Behörden Informationen über die Epidemie bereits im Anfangsstadium unterdrückten. „China ist ein Meister der Meinungslenkung und hat die Zensur auf allen Ebenen perfektioniert. Bei offiziellen Zahlen und den Daten der Kommunistischen Partei und der chinesischen Regierung ist – wie bei allen autoritären Regimen – immer Skepsis angebracht“, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Infektionskrankheiten wie das Coronavirus bergen in einer global vernetzen Welt die Gefahr einer
weltweiten Ansteckung. Die gezielte Verschleierung von Informationen durch Chinas Behörden
stellt daher eine Gefahr für die ganze Welt dar. Bildmontage von Gerd Altmann auf Pixabay.

Nur Hardliner vom Wächterrat genehmigt/ Neue Proteste erwartet
Iran – Am 21. Februar wird das iranische Parlament gewählt. Doch eine echte Wahl hat die iranische Bevölkerung nicht. Es darf nämlich niemand kandidieren, der nicht zuvor vom islamischen Wächterrat genehmigt wurde. Für die diesjährige Wahl haben die „Wächter“ knapp 60 Prozent der Bewerber abgelehnt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Die letzten Parlamentswahlen im Iran fanden 2016 statt. Von den 290 Parlamentssitzen gingen
103 an Konservative oder ihnen nahestehende Politiker. Gemäßigte und Reformer oder ihnen
nahestehende Kandidaten erhielten 95 Mandate. 14 Parlamentssitze gingen an unabhängige
Kandidaten. Fünf weitere Sitze gingen an Vertreter religiöser Minderheiten sowie vier gemäßigte
Konservative, die von Reformern unterstützt wurden.

21-Jährige setzte sich mutig für die Rechte von Christen ein
Iran – Die 21-jährige Christin Fatemeh (Mary) Mohammadi befindet sich im Gefängnis von Ghartschak südlich von der iranischen Hauptstadt Teheran. Das bestätigte jetzt der Nachrichtendienst Article18. Nach ihrer Verhaftung am 12. Januar war Mohammadis Familie wochenlang im Unklaren über ihren Verbleib. Im Dezember hatte die Englischstudentin über Twitter von ihrer Exmatrikulation durch die Azad-Universität (Teheran) berichtet.

Fatemeh „Mary“ Mohammadi (Quelle: Pirooz Farbod)

„Der Wein aus dem Kelch hat sich vermischt mit dem Blut der Märtyrer und Verwundeten“
Aziz*, einem knapp 40-jährigen Partner von Open Doors in der Golfregion, fällt es sichtlich schwer, über seinen Besuch in einem Krankenhaus zu reden, in dem die Opfer des Bombenanschlags auf eine Kirche am Tag zuvor mehr schlecht als recht versorgt wurden. Auf die Frage, was er für sie getan habe, antwortet er, während sein trauriger Blick durchs Fenster in die Ferne wandert: „Ich habe ihnen die Hände gehalten.“

Symbolbild

China verletzt seit Jahrzehnten das Völkerrecht
Peking/ Frankfurt am Main, 10. Februar 2020 – Am 1. Mai 2020 tritt das neue vom Volkskongress der Autonomen Region Tibet (TAR) verabschiedete Gesetz zur „Stärkung der ethnischen Einheit“ in Kraft. „Dieses Gesetz ist ein Alarmsignal für die internationale Gemeinschaft. Die chinesische Regierung versucht erstmals ethnische Säuberungen und die seit Jahrzehnten durchgeführte Sinisierung Tibets juristisch zu legitimieren“, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Seit dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee im Jahr 1950 in Tibet und der
Annektion des Landes leidet die Bevölkerung. Tibeter werden unterdrückt, inhaftiert, gefoltert
und teilweise sogar getötet. Für China sind die tibetische Sprache, Religion und Kultur das
Haupthindernis, das der vollständigen Kontrolle über das Land im Wege steht.
Foto: Bild von hbieser auf Pixabay

Unzufriedenheit der Bevölkerung wird zu erneuten Protesten führen
Iran – Am heutigen 11. Februar jährt sich zum 41. Mal der Beginn systematischer Unterdrückung von Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit durch eine theokratische und totalitäre Führung, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Dieser Tag ist ein Tag der Trauer für die Angehörigen der zahlreichen Opfer der islamistischen Machthaber um den Revolutionsführer Khamenei und seine Revolutionsgarden. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der islamistischen Herrschaft wird zu neuen Protesten führen, so die IGFM.

Tschetschenien – Die Journalistin Elena Milaschina wurde in einer Hotel-Loby von einem angeblich wütenden mob verprügelt. Tatsächlich spricht einiges dafür, dass es sich um eine gezielte Aktion der Regierung handelte. Die journalistin fiel in Tschetschenien in Ungnade, da sie über die Verfolgung von Schwulen und Lesben berichtete. Mögluicherweise besteht auch ein Zusammenhang mit einem Prozess gegen den Journalisten Islam Nukhanov. Dieser hatte über den luxuriösen Lebensstiel des präsidrenten berichtet.    Elena Milaschina wollte darüber berichten.

USA – Vor rund einem Jahr gab es einen Amoklauf an einer Schule in Highlands Ranch. Jetzt wurden einige interessante Hintergründe bekannt. Anlass für den Amoklauf war offensoichtlich die Missachtung, die einer der Täter durch seine Mitscjüler erlitt. Es handelte sich bei ihm um einen Transgender Von seinen Mitschülern wurde er deshalb mehrfach ausgegrenzt, beleidigt und unter Druck gesetzt. Im Kugelhabel starb ein Schüler, acht weitere wurden verletzt.